Birdy Light
Im Februar 2009 war es soweit. Ich verkaufte mein Birdy Green, das ich über die Jahre sehr zu schätzen lernte. Jedoch konnte ich mich mit dem Rücktritt auf Zeit nicht wirklich anfreunden. Nachdem zudem nach etwas mehr als 3000 km die Nexus Inter 8 Nabe ihren Geist aufgab war die Zeit für die Investition reif.
Birdy's auf Tour
Die Entscheidung fiel auf das Birdy light. Die Version Light weil dieses mit seinen bewährten Standardkomponenten wie V-Brake und 8 Gang Kettenschaltung wartungsfreundlich ist.
Wegen dem grausamen Winter mit vereisten Strassen hatte ich genügend Zeit mich im “Trockenen” mit dem Birdy anzufreunden und meine wenigen Zubehörteile wie Tacho, Brooks B17 Sattel, Batteriebeleuchtung von Busch und Mülletr sowie den In-Sy Halter für den Rucksack zu montieren.
Eine der ersten ganztägigen Ausfahrten erfolge dann zur Spezialradmesse nach Germersheim, die, man könnte schön behaupten traditionell, mit dem ersten richtig warmen Tage (ab dem Nachmittag) verwöhnte.
Auf der Spezi trafen wir dann, wie jedes Jahr, einige “etwas verrückte” Faltradfahrer, die aber eigentlich nur erfolgreich versuchen das Thema Mobilität für sich persönlich anders zu gestalten.
So auch Jan aus den Niederlanden, der mit seinen an meinen Birdy “angeketten” Birdy in Schwefelgelb zeigte, was man alles aus einem Birdy machen kann. Ausstattungsmerkmale an seinen Birdy sind zum Beispiel eine 14 Gang Rohloff Nabe, Magura HS33 Bremsen, Son Nabendynamo, Doppelscheinwerfer und, und, und ; also von Allem das Beste vom Besten.(Mehr Bilder von Jan’s schönen Birdy auf Flickr)
Zwischenzeitlich bin ich mit dem Birdy light gut über 1000 km gefahren.
Mein vorläufiges Fazit ist:
- Das neue Birdy light ist mit meinem Birdy Green von 2002 kaum zu vergleichen. Riese und Müller hat mit dem neuen Modell viele Probleme behoben.
- Die Fahreigenschaften sind wesentlich verbessert. Das Birdy light hält auch bei hohen Tempo (um die 50 km/h ), auch bei Bodenunebenheiten treu die Spur.
- Die Bremsen sind deutlich besser (jedoch nicht ganz so gut wie nach meinen Umbau des Birdy Green auf Shimano LX Bremshebel).
- In Kombination mit dem neuen Rahmen und den Big Apple ist der Fahrkomfort hervorragend und es klappert auch nichts mehr am Birdy.
- Die Schutzbleche schaben nicht mehr an der Gabel.
- Der Vorbau ist sehr, sehr stabil.
- Die 8 Gang Capreo Schaltung funktioniert tadellos.
- Jedoch gestaltet sich das Tragen im gefalteten Zustand in Kombination mit den Big Apple Reifen unkomfortabel, da die Big Apple den Platz für das Untergreifen des Rahmenrohrs mit den Fingern verhindern.
So ist an dem Birdy light nichts Wesentliches zu bemängeln, ganz im Gegenteil ist es immer wieder eine große Freude mit dem Birdy zu pendeln oder auch ausgedehnte Tagestouren zu unternehmen.
Jürgen Hofäcker im Oktober 2009
Reparaturen-Upgrades
Folgende wesentlichen Reparaturen/ Upgrades wurden durchgeführt:
Frühjahr 2010
Die Sitzpostion ist mir zu gestreckt. Ich montiere eine TransX Downhill Mountainbike Lenkererhöhung ( die sollte wohl stabil genug sein!). Perfekt
Frühjahr 2011
Ich ersetze die V-Brake vorne gegen eine Magura HS11 (neues Modell). Die Bremsleistung ist jetzt tadellos und sehr fein dosierbar.
Sommer 2011
nach circa 4000 km ist der hintere Big Apple herunter gefahren. Ich ersetze ihn gegen einen Marathon Racer, der noch im Keller liegt. Dadurch reduziert sich das Gewicht des Birdies um ein paar Gramm und überraschender bleibt der Federungskomfort nahezu unverändert.
Fazit: der vordere Big Apple ist meines Erachtens bezüglich des Fahrkomforts wichtiger als der hintere.
Sommer 2011
Die Schaltung lässt sich nur noch miserabel schalten. Ein neuer Schaltzug bringt keine Besserung.
Diagnose: der einfache Drehgriffschalter von Shimano ist hinüber. Diesen ersetze ich durch einen Rapid Fire Schalthebel der Alivio Baugruppe von Shimano. Jetzt schaltet das Birdy so exakt wie noch nie, trotz dass die Kette wirklich nicht mehr die neueste ist.